| Johanniskraut gegen Winterdepressionen |
Das Johanniskraut zählt seit Urzeiten zu den wichtigsten Heilkräutern. Sein Öl hilft bei Verletzungen und Verbrennungen, aber wirklich unschlagbar ist seine Wirkung auf die Psyche: ein Antidepressivum aus der Natur.
Das Johanniskraut zählt zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit, dem immer wieder magische Kräfte zugeschrieben wurden. Unzählige Mythen rankten sich um die Wirksamkeit der Pflanze, die im Volksmund auch Johannisblut oder Sonnwendkraut und in der Fachsprache Hypericum perforatum L. genannt wird. Im Mittelalter glaubte man an dessen Kraft, ewige Jugend zu schenken, oder setzte es als Liebeszauber ein.
Seinen Namen hat das Johanniskraut von seiner Blütezeit zum Johannistag (Sommersonnenwende Ende Juni), wo es bevorzugt an Waldrändern und sonnigen, trockenen Wiesen wächst. Hält man die Blätter des Johanniskrautes gegen das Licht, sieht man eine Anzahl heller durchscheinender Punkte, in denen sich die wirksame Substanz befindet.
Bei depressiver Verstimmungen und Nervosität wurde das Johanniskraut ebenfalls seit jeher eingesetzt. Bereits Paracelsus empfahl Johanniskraut zur Behandlung von Depressionen, Melancholie und Übererregbarkeit. Aber erst in jüngster Zeit wird die Wirksamkeit von Johanniskraut in kontrollierten Untersuchungen von der Wissenschaft überprüft.
Aufgrund seiner ähnlichen Effekte im Nervensystem wie synthetische Antidepressiva wird Johnniskraut nun auch von der Schulmedizin vermehrt bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. Auch bei Winterdepression ist eine Behandlung mit Johanniskraut angezeigt. Schwere Fälle sind nach wie vor mit herkömmlichen Antidepressiva zu behandeln.
Ihr Arzt oder Apotheker hilft Ihnen gerne weiter.
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