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Die 5 Tibeter
Meditation, Bewegung und Entspannung fördern das Wohlbefinden.

"Jeder Mensch wünscht sich ein langes Leben, aber kein Mensch möchte alt sein" (Jonathan Swift): Entspannungsübungen können diesen Spruch nicht widerlegen, sie können aber in hohem Maß ihr persönliches Wohlbefinden steigern.

Die von den tibetanischen Mönchen überlieferten Übungen "Die 5 Tibeter" können ungenutzte Lebensenergien wecken, Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Der Geist bestimmt den Körper - mit der Konzentration auf den eigenen Körper geben wir ihm klar vor, wie er zu funktionieren hat.

Sieben Energiewirbel im Einklang.
Die Philosophie geht von der Idee aus, den Alterungsprozess hinauszuzögern. Es sollen die "sieben Energiewirbel" im menschlichen Körper in Einklang gebracht werden. Dabei aktivieren die Bewegungen die Tätigkeit der endokrinen Drüsen und gleichzeitig bewirkt der Geist (die Vorstellung), dass die Energiekreise in Ihrer Fließgeschwindigkeit angeglichen werden.

Die sieben Energiewirbeln, die sich sehr schnell drehen, sind auf die sieben endokrinen Drüsen des menschlichen Körpers (Hypophyse, Zirbeldrüse, Schilddrüse, Thymusdrüse, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren, Keimdrüsen) ausgerichtet. Nur wenn sich alle Energiewirbeln gleich schnell drehen, ist der Mensch ausgeglichen und gesund. Erst wenn diese langsamer werden, an Geschwindigkeit verlieren, setzt der Alterungsprozess und der physische Verfall ein.

Meditationssätze und Atmungsweise
Zu den einzelnen Übungen gibt es spezielle Meditationssätze, die man sich während der Ausführung leise im Gedanken vorsagt und verinnerlicht. Hier kommt die Philosophie "der Geist bestimmt den Körper" zu tragen.

Weiters hat mit Ausnahme des ersten Tibeters jede Übung eine typische Atmung.
"Wer länger atmet, lebt länger" - die 5 Tibeter fördern das lange Atmen (beim Einatmen durch die Nase soll sich der Bauch nach vorne wölben und beim Ausatmen durch Nase und Mund wieder senken) und somit auch die optimale Entspannung.
Jede Übung hat ihre eigene Wirkung.

Entspannung nach der Bewegung
Jede Übung besteht aus einem Bewegungsteil und einem Entspannungsteil und alle fünf Übungen sollen in der vorgegebenen Reihenfolge durchgeführt werden. Die Entspannung soll in etwa so lange dauern, wie zuvor die Bewegung. Das heißt, wenn Sie bei der ersten Übung eine Minute aktiv waren, dann sollte anschließend der Entspannungsteil ebenfalls eine Minute dauern.

Der erste Tibeter
So steigert der erste Tibeter mit dem Meditationssatz "Meine Energie fließt frei und offen" die körperliche und geistige Beweglichkeit und es kommt zur Anregung der einzelnen Energiezentren.
Die Ausgangsposition ist normaler aufrechter Stand und die Arme zur Seite gestreckt. Als Auftaktbewegung atmet man tief ein und beginnt sich im Uhrzeigersinn, also nach rechts zu drehen."
Entspannung: Beim Entspannungsteil der ersten Übung werden die Handflächen aneinander gelegt und man blickt und konzentriert sich auf die Daumen. Dabei sind die Hände etwa eine halbe Armlänge vor dem Körper.

Der zweite Tibeter
"Ich lebe bewusst aus meiner Mitte" bewirkt die Stimulation aller Energiewirbel. Es kommt zur Kräftigung der Bauchmuskulatur, zur Steigerung der Abwehrkräfte und des Immunsystems. Die Ausgangsposition ist in Rückenlage mit aufgestellten Beinen. Die Arme liegen seitlich neben dem Körper. Beim Einatmen werden gleichzeitig die Beine nach oben gestreckt (Zehenspitzen ziehen zum Körper) und das Kinn in Richtung Brustbein gezogen. Der gesamte Rücken hat immer Bodenkontakt. Beim Ausatmen geht man wieder zurück in die Ausgangsposition.
Entspannung: Nach der zweiten Übung entspannt man sich am Rücken liegend mit weit auseinandergestreckten Armen und Beinen.

Der dritte Tibeter
Die Übung des dritten Tibeters "Ich öffne mich der Schönheit des Lebens" stimuliert vor allem das Herz- und Kehlkopfchakra.
Im Kniestand (hängender Kopf, aufgestellte Zehen) beginnt man mit dem Einatmen den Oberkörper und den Kopf sanft zurückzuneigen und mit den Handflächen den Rücken im Lendenbereich zu stützen. Mit dem Ausatmen geht man zurück in die Ausgangsstellung.
Entspannung: Die Entspannungsübung des dritten Tibeters ist die Embryohaltung" (Päckchenposition).

Der vierte Tibeter
Der vierte Tibeter mit dem Meditationssatz "Ich bin kraftvoll und lebendig" regt den gesamten Verdauungstrakt an und den Solarplexus (Sonnengeflecht).
Die Ausgangsposition ist der Langsitz (hängender Kopf, Handflächen auf Hüfthöhe aufgestellt, Füße ca. 30 cm. geöffnet). Man beginnt nun beim Einatmen gleichzeitig den Kopf zurückzulegen und das Becken zu heben und geht beim Ausatmen wieder zurück in die Ausgangsposition.
Entspannung: Die "Droschkenkutscherhaltung" (Sitzposition mit leicht abgewinkelten Beinen und nach vorne gebeugten Oberkörper).

Der fünfte Tibeter
Die Ausgangsposition des fünften Tibeters "Ich spüre und genieße die Vitalität" ist die Liegestützhaltung mit Blick nach vorne und leicht durchhängendem Rücken (Bauch- und Gesäßmuskeln anspannen!). Danach hebt man beim Einatmen das Gesäß nach oben, zieht das Kinn zur Brust und drückt die Fersen zu Boden und geht beim Ausatmen zurück in die Ausgangsposition.
Entspannung: Auf dem Bauch liegen, dasselbe Bein und den denselben Arm abwinkeln (einige Zeit rechts dann links) und ruhen.

Wie lange? Wie oft?
Die Anzahl der Wiederholungen richtet sich nach dem persönlichen individuellen Leistungsvermögen. Am Anfang beginnt man sehr langsam (z.B. mit drei Wiederholungen) und steigert die Anzahl allmählich auf 21 Wiederholungen.

Die Übungen können sowohl am Morgen als auch am Abend durchgeführt werden. Bewegung und Atmung sollen mit der Zeit harmonisch ineinander übergehen.



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