| Anti-Aging-Tipp: Marille stärkt die Milz |
In der Fünf-Elemente-Küche rangiert die Marille unter dem Element „Erde“ und trägt das Prädikat „warm“. Ein wesentliches Element dieser Küchen-Philosophie besteht darin, Früchte und andere Naturprodukte der eigenen Klimazone zu verwenden. Zur Fünf-Elemente-Küche erschien soeben das erste Kochbuch eines Küchenmeisters, Hans-Peter Bertis „So kocht das Leben“, Michaelsverlag. Der Gasteiner Unterbergerwirt Berti verrät in dieser Gesundheitsfibel auch sämtliche Energie-Qualitäten der Lebensmittel. Hans-Peter Berti: „Milz und Magen entsprechen dem Element Erde. Fast alle Menschen kennen Heißhunger-Attacken auf Süßes. Diese sind ein Zeichen für Milzschwäche. Der Körper macht uns darauf aufmerksam, doch leider reagieren wir meist falsch und essen dann zum Beispiel tafelweise Schokolade. Dabei würden alle Lebensmittel des Erdelementes – also auch die Marille – die Milz auf natürliche Weise stärken.“
Samen der Sonne
Ob im köstlichen Röster, in der frucht- und natursüßen Marmelade oder im flaumigen Topfenknödel – sonnenreife Marillen erfreuen in diesen Wochen den Gaumen. Nach ihren Vorboten aus Südfrankreich, den verführerischen Rosenmarillen, dominieren nun die Wachauer Marillen den Markt – Grünmarkt wie auch Schranne. Ein ebenso willkommener wie gesunder Farbtupfer auf dem sommerlichen Speiseplan.
Inhaltsstoffe pro 100 g Marillen: 86,3 g Wasser; 0,1 g Fett; 280 mg Kalium; 0,7 mg Niacin; Vitamine A, B1, B2.
Wie bei so vielen Früchten, so kommt auch dieser Name aus dem Arabischen: „al-barquq“, auch am arabischen Artikel „al“ identifizierbar, der noch im Spanischen (albaricoque) und Italienischen (albercocco, albicocca) erhalten ist. Die Franzosen verschluckten den arabischen Artikel und machten kurz und bündig eine „abricot“ daraus. Die arabische Ur-Aprikose wiederum wurzelte im lateinischen „praecoccium“ und bedeutete „das Frühreife“.
Von persischen Dichtern wurde diese Frucht als „Samen der Sonne“ besungen. Die allerersten Spuren der Aprikose sollen übrigens in China zu finden sein. Lao Tse wurde angeblich unter einem Aprikosenbaum geboren. Angebaut werden Aprikosen heutzutage rund um den Mittelmeerraum, in Ungarn und Kalifornien. In Österreich darf die Frucht übrigens auch Marille heißen, ein Name, der von manchen sprachverliebten Feinschmeckern auf die Wurzel der „Mirabelle“ zurückgeführt wird. In Hotels fungiert die Marille als beliebteste und häufigste Marmelade, in Konditoreien bedeckt sie den hauchdünnen Marillenfleck, und in Restaurants füllt sie gerne Marillenknödel. Auch Saucen und Ragouts greifen gerne auf diese Steinfrucht zurück. Ihre Kerne ähneln im Aroma Mandeln und werden zur Herstellung von Persipan verwendet oder dienen als Mandelölersatz. |
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